Wer am ZFD spart, setzt Frieden und Vertrauen aufs Spiel

Bundesministerin Reem Alabali Radovan besucht den Danktag 2026 "Die Welt im Gepäck". Im Juni trafen sich in Berlin rund 200 zurückgekehrte Fachkräfte aus dem Entwicklungsdienst und dem Zivilen Friedensdienst.

Im Kabinettsentwurf des Haushalts 2027, den die Bundesregierung Anfang Juli präsentierte, soll in der Entwicklungszusammenarbeit wieder drastisch gekürzt werden – auch im ZFD. Das Konsortium ZFD kritisiert den Plan.

Das Konsortium ZFD, in dem AGIAMONDO Mitglied ist, fordert die Bundesregierung auf die geplanten Kürzungen von Anfang Juli zurückzunehmen und die Gelder für den Zivilen Friedensdienst (ZFD) bei 65 Mio. Euro festzuschreiben. Der Zivile Friedensdienst leistet als Teil der deutschen Friedens- und Sicherheitspolitik weltweit wichtige Beziehungs- und Vertrauensarbeit. Zusammen mit Partnerorganisationen werden Menschenrechte, Gerechtigkeit, gewaltfreie Konfliktlösungen und Anpassungen an den Klimawandel unterstützt. Mitarbeitende im ZFD begleiten Zivilgesellschaften nach Gewalterfahrung in Kriegen und bewaffneten Konflikten bei der Aufarbeitung und der Schaffung neuer Zukunftsperspektiven. 

Ein wesentliches strategisches Ziel der Bundesregierung – weltweit zu Frieden und Sicherheit beizutragen – unterstützt der ZFD in vollem Umfang. Die Beziehungsarbeit des ZFD an der gesellschaftlichen Basis fördert das Vertrauen, das Deutschland in der Welt entgegengebracht wird. 

Regierungsmitglied und Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan betonte kürzlich beim Tag der offenen Tür im BMZ wie bedeutend die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft vor Ort ist. Deshalb sind die geplanten Kürzungen der Bundesregierung im ZFD nicht nachvollziehbar. 
Wir fordern die Regierung dazu auf, die Einsparungen zurück zu nehmen und weiter in zivile Konfliktbearbeitung zu investieren. 

25.07.2026 

Auszug aus der Pressemitteilung des Konsortium ZFD