Zusammen - ein Israeli und ein Palästinenser sprechen über Frieden

Die beiden Aktivisten von Combatants for Peace, Sayel Jabareen (rechts) und Elie Avidor sprachen in Köln bei der Veranstaltung von AGIAMONDO und ProPeace über ihre persönlichen Erfahrungen und die Zusammenarbeit von Israelis und Palästinenser*innen bei den Combatants for Peace.

Auf dem Podium der Kölner VHS berichteten der Israeli Elie Avidor und der Palästinenser Sayel Jabareen gemeinsam über die aktuelle Situation im Westjordanland und die zunehmende Siedlergewalt in Israel. Beide wünschen sich endlich Frieden und engagieren sich deshalb gemeinsam bei den Combatants for Peace.

An der Veranstaltung am 14. Oktober im großen Saal der VHS Köln, die von ProPeace e. V.  und AGIAMONDO e. V. ausgerichtet wurde, nahmen gut 100 Interessierte teil. 

Die NGO Combatants for Peace (CfP), in der sich ehemalige Kämpfer aus Israel und Palästina für den Frieden engagieren, wird von beiden ZFD-Trägerorganisationen unterstützt. Thomas Trischler, Fachkraft im Zivilen Friedensdienst von AGIAMONDO, fördert Öffentlichkeitsarbeit und Networking bei CfP. Er übernahm an dem Abend die Übersetzung.

Elie Avidor und Sayel Jabareen  berichteten über die aktuelle Gewalt, die von israelischen Siedlerns im Westjordanland ausgehe, und die seit dem Hamas-Angriff vom 07. Oktober 2023 extrem zugenommen habe. Die beiden Männer erzählten, dass palästinensische Gemeinden insbesondere im Westjordanland der Gewalt von Siedlern ausgesetzt seien und sie beinahe ohnmächtig über sich ergehen lassen müssten, da die Siedler unter dem Schutz der israelischen Regierung stünden. 

Iraelische und palästinensische Aktivist*innen von Combatants for Peace helfen in der Gegend von Bethlehem einer palästinensischen Familie bei der Olivenernte.
Auf dem Podium in der VHS Köln sitzen Elie Avidor (links) und Sayel Jabareen, sowie ZFD-Fachkraft Thomas Trischler von AGIAMONDO (Mitte), der die Übersetzung ins Deutsche übernimmt. Avidor und Jabareen sprechen über ihre Zusammenarbeit bei den Combatants for Peace. In der Organisation sind ehemalige Kämpfer der israelischen und palästinensischen Seiten vertreten. Sie engagieren sich für Frieden in der Region und suchen das Gespräch mit den verschiedenen Gruppen.
Blick in den Saal der Volkshochschule in Köln. Viele Besucher waren sehr gut informiert und interessiert an Fragen zur aktuellen Situation in Israel und in Palästina.
Aktion im Westjordanland von palästinensischen und israelischen Aktivist*innen von Combatants for Peace

Das Publikum reagierte sehr positiv auf den Vortrag. Die meisten Teilnehmer*innen waren gut vorbereitet und hatten sich mit der Thematik auseinandergesetzt. Ihre Rückfragen bezogen sich auf die Einschätzung der beiden Redner zur aktuellen Gewalt, sowie die sich ausweitende Besiedlung des Westjordanlands und deren Folgen für die Zwei-Staaten-Lösung. Auch die Reaktionen Deutschlands bzw. des Auslands auf diese Situation, beschäftigten viele Besucher*innen. 

Die Veranstaltung in Köln ist Teil einer der Speaking-Tour, die die Combatants for Peace regelmäßig durchführen, um auf die Situation in Israel/Palästina aufmerksam zu machen. In diesem Herbst waren sie zuvor in Berlin und weiteren Stationen in Süddeutschland. 

Weitere Infos in DIE ZEIT und im Kölner Stadtanzeiger 
sowie Facebook CfP

20.10.2026

Text: Ursula Radermacher/Florian Schöpperle