Als pastorale Mitarbeiterin für Empowerment afrokolumbianischer Gemeinden arbeitet AGIAMONDO-Fachkraft Ulrike Purrer bei den kolumbianischen Jesuiten, der Partnerorganisation Provincia Colombiana de la Compañía de Jesús, Santuario de San Pedro Claver in Cartagena mit. Die Außenbezirke der Großstadt sind aufgrund von Tourismus und Gentrifizierung in besonderer Weise von sozialer Ungleichheit, Rassismus sowie Ausbeutung von Mensch und Natur betroffen.
Zusammen mit ihrer Partnerorganisation, den kolumbianischen Jesuiten, und der lokalen Bevölkerung wird es in den nächsten Jahren um die Geschichte, Identität und aktuellen Herausforderungen der Region aus Afro-Perspektive gehen. Es sollen Jugend- und Frauengruppen entstehen, die in ihrer jeweiligen Gemeinde verankert sind und in der kollektiven Verteidigung ihrer Rechte gestärkt werden. Dafür will Ulrike Purrer mit ihrem Team didaktische Materialien entwickeln und Fortbildungen mit Jugendlichen und Erwachsenen organisieren. Lokale Führungspersonen übernehmen dabei beständige Organisations- und Leitungsverantwortung. Außerdem ist die Vernetzung der verschiedenen Gruppen untereinander ebenso geplant wie die Zusammenarbeit mit lokalen, regionalen und nationalen Organisationen/Institutionen.
Zudem wird Ulrike Purrer ihre Erfahrungen vor Ort für kirchliche, akademische und gesellschaftliche Kontexte in Europa, z. B. durch Publikationen, Lehrveranstaltungen und solidarische Netzwerkarbeit, fruchtbar machen, denn zur Förderung dekolonialer Nord-Süd-Beziehungen ist ein (selbst)kritischer Dialog zwischen Akteur*innen des Globalen Nordens und Südens unerlässlich.
Ulrike Purrer ist Diplom-Theologin und blickt auf viele Jahre als AGIAMONDO-Fachkraft, vor allem in der Menschenrechts- und Friedensarbeit mit Jugendlichen, zurück. Ihre Stelle wird unter anderem durch ADVENIAT finanziert. Am 5. Januar 2026 ist Ulrike Purrer nach Kolumbien ausgereist. Wir wünschen ihr alles Gute für den Start in Cartagena!
Mehr über Ulrike Purrers Mitarbeit:
Bistum Aachen: Kolumbienpartnerschaft
Bistumspresse: Ulrike Purrer lebt zwischen zwei Welten
14.01.2026
