Leonie Zelazko: Frauen und Jugendliche in Sri Lanka stärken

Leonie Zelazko hat Soziologie studiert und im Bereich des gesellschaftlichen Dialogs und der Versöhnungsarbeit umfangreiche internationale Berufserfahrungen gesammelt. Dabei war ihr besonders die Stärkung lokaler Akteur*innen und partizipativer Prozesse wichtig.

Ab Juni stellt sich Leonie Zelazko einer neuen Herausforderung: sie arbeitet als ZFD-Fachkraft und Sozialwissenschaftlerin für interreligiösen und interethnischen Dialog bei Caritas EHED Batticaloa mit.

Das ZFD-Landesprogramm von AGIAMONDO unterstützt seit 2018 gewaltfreie und konstruktive Initiativen im Versöhnungsprozess in Sri Lanka. Im Focus sind dabei Gruppen, die den interreligiösen Dialog und den Umgang mit der gewaltbelasteten Vergangenheit stärken. Diese Gewalterfahrungen gehen vor allem auf den Bürgerkrieg von 1983-2009 in dem asiatischen Land zurück. Besonders vom Krieg betroffen waren die nord-östlichen Provinzen des Landes, in denen das friedliche Zusammenleben der multiethnischen und multireligiösen Gemeinschaften heute noch stark beeinträchtigt ist. Die verschiedenen Gruppen haben schwere Gewalt, das Verschwinden von Menschen und den Verlust von Menschenleben sowie von Eigentum erlebt. Besonders gefährdet sind Waisen, Witwen und von Frauen geführte Haushalte sowie Menschen in den Grenzdörfern.

CARITAS EASTERN HUMAN AND ECONOMIC DEVELOPMENT (EHED) engagiert sich in den Distrikten Batticaloa und Ampara mit und für arme, unterdrückte und marginalisierte Menschen. Leonie Zelazko wird zusammen mit EHED sowohl im Rahmen des Interreligiösen Forums als auch mit Jugendlichen, Kindern und Frauen arbeiten, die ethnisch und religiös motivierte Gewalt in der Ostprovinz erlebt haben. Sie sind infolge der Gewalterfahrungen untereinander gespalten und leiden zusätzlich unter den Folgen der wirtschaftlichen und politischen Krise des Landes. Als ZFD-Fachkraft entwickelt Leonie Zelazko zusammen mit der Partnerorganisation EHED innovative Projekte, um die Menschen und die fragmentierte Gemeinschaften zu stärken. EHED unterstützt sie bei der organisatorischen Verwaltung und Umsetzung von Friedensprogrammen und sie fördert die Kapazitäten des Personals bei Programm, Monitoring, Evaluation& Learning (MEL) und Management, einschließlich der Entwicklung von Instrumenten für die Programmbegleitung und -bewertung. Damit der Interreligiöse Dialog, die Friedenserziehungs- und Empowermentprogramme von EHED vorankommen, entwickelt Leonie Zelazko dafür Module und Lehrmaterial.

Leonie Zelazko ist am 9. Juni mit ihrer Familie nach Sri Lanka ausgereist. Wir wünschen ihr einen angenehmen Start in Batticaloa.

10.06.2026

Text: Ursula Radermacher