Bewusst wie? Kultur-bewusst im Dialog

Interkulturelle Kommunikation ist schon seit Jahrzehnten zentrales Thema in der Personalentwicklung (PE) für Fachkräfte (FK) der internationalen personellen Zusammenarbeit, um vertrauensbasierte und wirksame Zusammenarbeit zwischen FK und ihren Kollegen*innen in Partnerorganisationen (PO) zu stärken.

Der Ansatz der Kulturbewussten Kommunikation ermöglicht Lernprozesse für machtsensible internationale Zusammenarbeit, indem er die Auseinandersetzungen zu Dekolonialisierung, Critical Whiteness, Empowerment und wichtigen Lernfeldern der interkulturellen Kommunikation verbindet. Wir eröffnen und fördern damit das Lernen zu kritischen Aspekten komplexer Rahmenbedingungen, in denen internationale Kooperationen praktisch und alltäglich stattfinden, und verknüpfen diese mit aktuellen Fachdiskursen, die solidarisches gemeinsames Handeln in der Welt für sozialen und ökologischen Wandel befördern.

Kultur wird in diesem Seminar weder entlang von geographischen, noch ethnischen, weltanschaulichen, gender-, branchenspezifischen oder anderen Kategorien definiert. Es gilt zu verstehen, wie sich die eigene Wahrnehmung historisch, soziologisch, biographisch und machtspezifisch bildet. So wird das persönliche Handlungsrepertoire erkennbar und eigenes Handeln an intendierter Wirksamkeit ausrichtbar.

Teilnehmende entwickeln im Seminar ihre Fähigkeit weiter, sich kultureller und machtsensibler Einflussfaktoren im richtigen Moment bewusst zu sein. Konflikte und Missverständnisse können klarer identifiziert und für gemeinsame Lernprozesse geklärt und genutzt werden. Die Achtsamkeit für eigene Bedürfnisse und für die Wahrnehmung der Bedürfnisse der Kooperationspartner*innen wird gestärkt, um langfristig Offenheit für Dialog und Zusammenarbeit zu ermöglichen.

IN STICHWORTEN

  • Erkennen und Verstehen der Wirkkraft und Systematik der eigenen kulturellen Prägung und Verortung im gesellschaftlichen Machtgefüge
  • Sehen und Verstehen der Wirkkraft und Systematik interkultureller Begegnungen als Dynamik sozialen Wandels
  • Wissen zu struktureller Machtasymmetrie, insbesondere Postkoloniale Theorien, Unconscious Bias, Privilegierungen und Rassimuskritische Perspektiven
  • Reflexion von Rollen und Funktionen im eigenen Arbeitsumfeld
  • Kulturbewusstes Konfliktmanagement und Dialog üben
  • Handlungsoptionen aus dem eigenen, professionellen und biografischen Repertoire erkennen und entfalten

ZIELGRUPPE

  • AGIAMONDO Fachkräfte und ihre mitausreisenden Partner*innen
  • Fachkräfte anderer Dienste
  • Mitarbeiter*innen der kirchlichen Werke und anderer zivilgesellschaftlicher internationaler Organisationen
  • Andere Interessierte

Seminarkosten

473,00 € ohne Ü/V

Veranstaltungsort

AGIAMONDO, Köln

Termin

26/04/2021 - 28/04/2021

Ihr(e) Ansprechpartner(in)

Team Seminare